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Israel / Naher Osten, Deutschland, EUdSSR, Zeitgeist, Weltgeschehen, Wissenschaft, Finanzkrise, Wirtschaft

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Nachspiel

6. Mai 2010

 

Dabei hatte sich das Jugendamt Erlangen alles so schön ausgedacht! Wie in China den Verwandten von Hingerichteten die Kosten der Hinrichtung in Rechnung gestellt werden — zumindest dann, wenn sie den Leichnam ausgehändigt haben wollen — so sollte auch Familie Busekros die Kosten für die zwangsweise Heimunterbringung ihrer Tochter zahlen, die das Jugendamt 2007 mit Polizeigewalt hatte entführen lassen.

Und jetzt das: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof attestierte dem Jugendamt Ahnungs- und Ratlosigkeit. Das Jugendamt habe sich damals auf Vermutungen statt auf Fakten gestützt, nebulöse Begründungen produziert und das ganze auch noch dürftig dokumentiert. Der Kostenbescheid — immerhin geht es um eine vierstellige Summe, die die achtköpfige Familie zahlen sollte — ist damit vom Tisch.

Eseleien

19. April 2010

 

Schon gewußt? Beim Erwerb eines Esels (rechts in der Abbildung) werden neunzehn Prozent Mehrwertsteuer fällig, beim Erwerb eines Maultieres (links im Bild) hingegen nur sieben. Das hängt zusammen mit den beiden unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen in Deutschland.

Ursprünglich war der ermäßigte Satz eingeführt worden, um soziale Härten abzufedern. Das heißt: Eigentlich. Denn daß Hundefutter mit sieben Prozent, Wegwerfwindeln aber mit neunzehn besteuert werden, erschließt sich nicht jedem auf Anhieb als soziale Wohltat, es sei denn, man unterstellt, daß der Gesetzgeber der Meinung sei, daß Hundehaltung für das Gemeinwesen wichtiger ist als das Aufziehen von Kindern. Wundern würde mich das in dieser kinderfeindlichen Gesellschaft freilich auch nicht mehr. Auch daß Hotelübernachtungen neuerdings dem vergünstigten Satz unterliegen, ist wohl weniger ein Geschenk an sozial Bedürftige als an die Hoteliers.

Fremde Federn: »… dann schickte Allah Adolf Hitler«

13. April 2010

 

In einem Artikel für Haaretz vom 11. 4. 10 geht Shlomo Avineri, Emeritus für politische Wissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem, der Frage nach, inwiefern die arabische Neigung, sich im Nahostkonflikt als Opfer darzustellen, der historischen Wirklichkeit entspricht:

 

Ostjerusalem »judenrein«

26. März 2010

 

Wie der »Telegraph« meldet, hat Obama Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des einzigen wirklichen Verbündeten der USA im Nahen Osten, behandelt »wie den Präsidenten von Equatorialguinea«. Anläßlich eines Treffens im Weißen Haus hat er ihm einen einseitigen Forderungskatalog vorgelegt, und als Netanjahu — der ja immerhin dem israelischen Volk Rechenschaft schuldet und nicht dem amerikanischen Präsidenten — nicht sofort allen Forderungen zustimmte, ist er gegangen mit den Worten: »Ich gehe jetzt in den Wohnflügel zu Michelle und den Mädchen essen, laßt mich wissen, wenn es etwas Neues gibt.« Und dann hat er den Ministerpräsidenten mit seinen Mitarbeitern einfach stundenlang sitzengelassen. Es gab weder gemeinsame Photos noch eine gemeinsame Abschlußerklärung. Obamas Kernforderung zielte auf den absoluten Stop aller israelischen Bautätigkeit im Osten der israelischen Hauptstadt und damit mittelbar auf ein judenreines Ostjerusalem — Forderungen, wie sie letztens schon von seiner Außenministerin und der deutschen Kanzlerin zu vernehmen waren.

Obama soll Netanjahu ein Ultimatum für eine Zustimmung ausgerechnet bis zum Samstag — dem Shabat HaGadol, dem »Großen Shabat« vor dem Pesach-Fest gestellt haben, da er am liebsten Netanjahus Zugeständnisse beim Treffen der Arabischen Liga dem Antisemiten Ghaddafi als Begrüßungsgeschenk zu Füßen legen will.

Citat des Tages XIII: Unter Beschuß

20. März 2010

 

Marc Lindemann, ehemaliger Bundeswehrsoldat in Afghanistan, schreibt in seinem Buch »Unter Beschuß« darüber, was der Raketenbeschuß in Afghanistan bei den beschossenen Soldaten auf Dauer bewirkt hat und vergleicht dies mit der Situation um Sderot. (Wer es noch nicht anderswo gelesen hat: Gerade letzte Woche ist in Israel ein Gastarbeiter durch eine Rakete aus dem Gaza-Streifen getötet worden, und während Frau Merkel, wie schon erwähnt, sich zwar darüber echauffiert, wenn Israelis in ihrer eigenen Hauptstadt Wohnungen bauen, ohne sie oder ihre Freundin Hillary vorher um Erlaubnis zu fragen, habe ich zu diesem neuerlichen Terrorangriff von ihr nichts vernommen.)

Aber kommen wir zum Citat:

kleine Zeitungsschau

17. März 2010

 

In der F.A.Z. erklärt Prof. Gunnar Heinsohn, warum mehr Geld in der Sozialhilfe nicht weniger, sondern mehr Armut bewirkt und analysiert schonungslos, wie schlimm es wirklich um Deutschland steht:

 Von 100 Kindern, die Deutschland benötigt, … werden 35 gar nicht erst geboren. Statt der 2,1 Kinder je Frauenleben, die für eine demographische Stabilisierung nötig wären, kommen nur knapp 1,4. Von den 65 Kindern, die auf die Welt kommen …, gelten später 15 als nicht ausbildungsreif. Unter den Lehrstellenbewerbern waren fast die Hälfte nicht ausbildungsfähig, …. Von den 50 befähigten Kindern verlassen 10 das Land und suchen als Auswanderer anderswo ihr Glück. Es stehen mithin gerade mal 40 der erforderlichen 100 Nachwuchskräfte zur Verfügung. Die Bedrohung für die Wirtschaft, den Sozialstaat, das Gemeinwesen insgesamt wird als so groß empfunden, dass es unter den Demographen kaum einen gibt, der dem Land noch Hoffnungen macht. 

Muß Israel einen Präventivschlag gegen den Iran führen?

10. März 2010 

Nachdem schon am Sonntag ein ehemaliger israelischer Regierungsberater, Raanan Levy aus Rehovot, bei einem Israel-Abend in Korntal die Überzeugung geäußert hat, daß Israel innerhalb der nächsten zwei Jahre genötigt sein würde, die iranische Nuklearanlagen in einem Präventivschlag zu zerstören, erinnert der gestrige Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland mit einem H’Aretz-Artikel von Yoel Marcus an die Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak durch Israel 1981 und an die Zerstörung eines syrischen Reaktors 2007. Auch hier wird ein Schlag gegen den Iran als »unvermeidlich« bezeichnet, um die Vernichtung Israels mit Nuclearwaffen abzuwenden.

Es sei dahingestellt, ob dies ein zufälliges Zusammentreffen von unabhängigen Äußerungen ist, ob Israel einen bereits geplanten Militärschlag gezielt publizistisch vorbereitet oder ob das öffentliche Nachdenken über einen Präventivschlag die diplomatische Zielsetzung hat, den Iran zum Einlenken zu bewegen. Fakt ist: Europäer und Amerikaner lassen Israel im Moment im Stich, wenn es darum geht, die atomare Bewaffnung Irans zu verhindern und lassen sich auf die Regeln Achmadinedshads ein, der auf Zeit spielt.

Über Levys Vortrag schreibt Idea:

Ironie der Geschichte

2. Februar 2010

 

Das hätte Hermann Göring gar nicht gefallen: Ausgerechnet das legendäre deutsche Messerschmitt-Flugzeug ME 109 half dem jungen jüdischen Staat, seine ersten Wochen zu überleben.

Und das kam so: Schon seit 1944 wurde die ME 109 in den Avia-Werken im besetzten Prag in Lizenz gefertigt. Nach dem Krieg baute die Tschechoslowakei die Flugzeuge einfach weiter, schon um eine eigene Luftwaffe aufbauen zu können. Als dann 1948 israelische Emissäre händeringend nach lieferbaren Jagdflugzeugen für die in den Kinderschuhen steckende israelische Luftwaffe suchten, wurden sie in Prag fündig. Schließlich wurden 25 der inzwischen modifizierten Messerschmitts unter der Bezeichnung Avia S.199 an Israel geliefert.

Nachdem am 15. Mai 1948, also unmittelbar in der Nacht nach der Unabhängigkeitserklärung Israels, die Armeen Transjordaniens, Ägyptens, Syriens, des Libanons und des Iraks angriffen, um »die Juden ins Meer zu werfen«, hatte Israel den ägyptischen Bombardements israelischer Städte anfangs nichts entgegenzusetzen. Immerhin gab es einige jüdische Piloten wie den damals gerade 24 Jahre alten späteren israelischen Präsidenten Ezer Weizman, die in den Reihen der britischen Royal Air Force während des zweiten Weltkrieges Flug- und Kampferfahrungen gesammelt hatten und nun in aller Eile auf den Messerschmitts ausgebildet wurden.

Im folgenden ergab sich eine Situation, die nicht einer gewissen Ironie entbehrt und die Dr. Thomas Speckmann in der »Zeit« in dem Artikel »Messerschmitt mit Davidstern« wie folgt beschreibt:

… grundlegende Menschenrechte, gegen die kein Staat verstoßen darf.

28. Januar 2010

 

Lawrence Burman, Richter in Memphis, Tennessee, hat Familie Romeike aus Bissingen, Baden-Württemberg, politisches Asyl in den USA gewährt. Über ihre Flucht hatte ich ja schon Anfang April 2009 berichtet.

Burman sagt in seiner Urteilsbegründung:

»Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind eine besondere soziale Gruppe, die die deutsche Regierung zu unterdrücken versucht. Diese Familie hat eine gut begründete Furcht vor Verfolgung. … Deswegen steht ihr Asyl zu, und das Gericht wird ihr Asyl gewähren.«

Über Deutschland sagt er:

»Hier wird ein grundlegendes Menschenrecht verletzt, kein Land der Welt hat dazu das Recht. … Die deutsche Regierung bezeichnet Homeschooler als Mitglieder einer Parallelgesellschaft und versucht sie auszuradieren. Das ist eigenwillig und dumm und widerspicht all dem, was wir Amerikaner glauben. … Dieses Urteil ist beschämend für Deutschland.«

 

Deutschland steht mit seinem rigiden Schulzwang, der 1938 unter Hitler eingeführt wurde, um die heranwachsende Generation »gleichzuschalten« und nach 1945 einfach beibehalten wurde, im internationalen Vergleich (mit Ausnahme von Bulgarien) völlig isoliert da. Vor einem knappen Jahr hatte ich dazu geschrieben:

0,0000094 Prozent oder: Von Vater Gott zu Mutter Erde

21. Januar 2010

 

Ich staune regelmäßig, wieviel geistlichen Durchblick ungeistliche Menschen doch manchmal haben und wie wenig geistlichen Durchblick sogenannte »Geistliche«. Soviel Klarheit hätte ich in einem Fernsehsender jedenfalls eher nicht erwartet:

 

 

 

In einem Leserbrief an die F.A.Z. beschreibt Dr. Urban Cleve aus Dortmund sehr deutlich anhand eines Beispieles, wie sehr doch der Klimawahn Glaubens- und nicht Wissenssache ist:


Ich wurde kürzlich auf dem Westenhellweg an einem Stand des »BUND« von einem Mitarbeiter auf CO2 angesprochen.

Danach folgte folgendes Gespräch:

»Wie hoch ist denn der Anteil des CO2 in der Luft?«

Antwort: »Hoch«.

»Wie hoch denn?«

»Sehr hoch.«

»Wie viel Prozent?«

»Weiß ich nicht.«

»Was ist denn sonst noch in der Luft?«

Keine Antwort, nur ein staunendes Gesicht.

»Haben Sie schon mal etwas von Sauerstoff gehört?«

»Ja, sicher, Sauerstoff ist in der Luft.«

Rückblick 1. Lesertreffen

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