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Citat des Tages, Geiers Recensionen, Fundsachen, Fremde Federn

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Citat des Tages LIV

27. April 2012

 

Glück: Wenn es dir nur darum geht, Jesus ähnlicher zu werden

 

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, daß ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene (Römer 12, 2).

 

Die Annahme, die Menschen seien geboren, »um glücklich zu sein«, wird in der heutigen Gesellschaft von kaum einem in Frage gestellt, und die Auswirkungen dieses modernen Hedonismus spürt man auch im Volk Gottes. Das christliche Evangelium wird nur allzu oft als Mittel zum Glücklichsein, zu Herzensfrieden und Sicherheit angepriesen. Es gibt sogar solche, die die Bibel zum »Relaxen« benutzen, so, als sei sie eine Droge.

Wie falsch das ist, kann man leicht entdecken, wenn man das Neue Testament einmal ganz und unter ernstem Nachdenken liest. Dort liegt der Nachdruck nicht auf Glück, sondern auf Heiligkeit. Gott interessiert sich mehr für den Zustand der menschlichen Herzen als für den ihrer Gefühle. Ohne Zweifel bringt der Wille Gottes denen, die gehorsam sind, am Ende Freude; aber die wichtigste Angelegenheit ist nicht, wie glücklich wir sind, sondern wie heilig! Das kindische Geschrei nach Glück kann zu einer richtigen Falle werden, weil man sich leicht betrügen kann, indem man eine Religion der Freude kultiviert, ohne das dazu gehörende gerechte Leben zu praktizieren.

Die BBC kann es noch: »Unser Leben«

21. April 2012

 

Von der britischen BBC, die schon viele aufsehenerregende Naturdokumentationen produziert hat, läuft gerade ein Film in den deutschen Kinos, den ich wärmstens empfehlen kann. »Unser Leben« zeigt atemberaubende Tieraufnahmen, die auch Kenner von Naturfilmen begeistern, beeindrucken, ja anrühren werden.

 

 

Schwachpunkt sind allein die Kommentare, die natürlich nicht völlig ohne die üblichen Evolutions- und Pantheismus-Phrasen auskommen. Gelegentlich neigen sie mehr zum romantisieren als zum informieren. Aber das steht nicht derart im Vordergrund, daß es einem ernsthaft den Gewinn an diesen ehrfurchtgebietenden Aufnahmen verderben könnte.

Und natürlich werden auch interessante und lehrreiche Informationen gebracht, zum Beispiel über das geradezu strategische Vorgehen einiger Tierarten, um an Futter zu gelangen: Über die Lämmergeier, die Knochen aus großer Höhe auf Felsen fallen lassen, um Trümmer in schnabelgerechter Größe zu erhalten, über die Affen, die Palmnüsse erst schälen, dann wochenlang in der Sonne trocknen, um sie schließlich mit großen Steinen zu zerschlagen, über die Blattschneiderameisen im Gran Chaco, die Gräser, die sie selbst nicht verdauen könnten, zerschneiden und an Pilzkulturen verfüttern, die ihnen dann als Nahrungsgrundlage dienen, und die komplizierte Lüftungsanlagen bauen, um die giftigen Abgase, welche die Pilze beim Zersetzen der Gräser produzieren, aus ihren riesigen unterirdischen Bauten abzuleiten.

Prof. Dr. R. H. Edenharder · »Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen«

14. April 2012

Prof. Dr. Rudolf H. Edenharder
»Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen«
Dogma, Tabu und die Folgen

200 Seiten
Gloryworld-Medien Bruchsal, 2009
€ 12,00
ISBN  978-3936322415

 

Man kann das Thema »Zehnter« knapp im Stil einer Predigt abhandeln, so wie ich dies hier getan habe. Man kann aber auch ein umfangreiches Werk schreiben, das sämtliche Façetten beleuchtet, die Bibel und Kirchengeschichte dazu hergeben. Beides hat seine Berechtigung. Prof. Edenharder hat sich für die zweite der Möglichkeiten entschieden, und legt mit seinem Buch zum Zehnten ein umfassendes Lehrgebäude vor, das selbst dann noch spannend ist und wertvolle Ergänzungen zur Sache bietet, wenn man sich mit dem Thema schon näher auseinandergesetzt hat.

Ohnehin bekommt es geistlichen Themen in der Regel recht gut, wenn sie einmal nicht Theologen, sondern Naturwissenschaftlern in die Hände fallen: Die größere Distanz erlaubt einen Blick, der weniger durch die üblichen Vorurteile des Fachbereichs getrübt ist. Ein solcher Glücksfall ist das Buch »Der Zehnte in Bibel und Freikirchen« des Chemikers und Medizintheoretikers Rudolf Edenharder.

Citat des Tages LIII

28. März 2012

 

 

Das ist Demokratie: Wenn sich die Wahrheit nach der Mehrheit richtet.

 

 Dieter Nuhr, Kabarettist

 

 

(Man könnte anmerken: Theokratie wäre, wenn sich die Mehrheit nach der Wahrheit richtete.)

 

 

Henryk M. Broder · »Vergeßt Auschwitz!«

12. März 2012

 

Henryk M. Broder

»Vergeßt Auschwitz!«

Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage

 

Gebunden, 176 Seiten, € 16,99

Albrecht Knaus Verlag

ISBN 978-3813504521

 

Gelegentlich fällt es nicht ganz leicht, Broder ernstzunehmen. Mit seinem Hang zur Kasperei leistet er sich mitunter Provokationen, die völlig unnötig scheinen. Und doch bringt er andererseits immer wieder wichtige und kluge Impulse in den öffentlichen Diskurs ein.

Citat des Tages LII

10. März 2012

 

Soweit ich es beobachten kann, befinden sich die evangelikalen Freikirchen heute etwa auf dem selben geistlichen Niveau wie die großen Landeskirchen vor 30 bis 40 Jahren. Das Christentum wird zwar noch bekannt, aber nicht mehr gelebt. 

 

gefunden auf »Christlicher Aussteiger«

 

 

 

Citat des Tages LI

1. März 2012

 

 

 

Die ganze Tragikomik der Emanzipation offenbart sich, wenn man sieht, was die emanzipierte Frau anstelle von Kindern so zur Welt bringt: vom Handyklingelton bis zur soziologischen Studie über das Nichtvorhandensein von Geschlechtsunterschieden. 

 

Michael Klonovsky

 

in: »Jede Seite ist die falsche« · Aphorismen und Ähnliches

 

 

 

 

 

 

 

Abb.: Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

 

Citat des Tages L

20. Februar 2012

 

In seiner ersten Wahlperiode hatte er Biss, regte Änderungen an und setzte einen Schwerpunkt auf den Abbau der Staatsverschuldung. Die wenigen, die ihm nahestanden und -stehen, sehen einen tieferen Umbruch in der Zeit zwischen 2006 und 2008. In diese Zeit fällt die Scheidung von seiner ersten Frau Christiane und seine Eheschließung mit Bettina Körner. Damals hätten sich Wulffs Offenheit für Rat, seine Einschätzungen und wohl auch seine Haltung verändert, ist zu hören. … Wulff ist nicht nur der Schwiegersohntyp, als den sein Sprecher und Berater Olaf Glaeseker ihn zu stilisieren wusste. Das galt verstärkt nach seiner Wiederwahl 2008, die zeitlich mit dem Scheitern seiner ersten Ehe und seiner neuen Beziehung zusammenhing. Die Beziehung zu Bettina Körner hat ihn spürbar „verjüngt“ und belebt, ließ ihn aber auch andere Prioritäten im Leben setzen. Er wurde noch empfindlicher gegenüber Kritik, und fand mit seiner Frau Bettina eine neue Chefberaterin.

 

Robert von Lucius in einem »Nachruf« auf Christian Wulff

 

 

 

 

Citat des Tages XLIX

15. Februar 2012

 

»Insgesamt haben Sie nicht unrecht … Hut ab, wenn sich jemand traut, mit solch einem Selbstbewußtsein aufzutreten, obwohl er weiß, daß der Rest der Welt gegen ihn steht.« 

Richter Thomas Wolter im Prozeß gegen Axel Hüls

citiert nach Spiegel online

 

 

 

 

 

 

Citat des Tages XLVIII

28. Januar 2012

 

Von Nichts kann man nicht leben. Das hört man so oft, besonders von Pastoren. Und gerade die Pastoren bringen folgendes Kunststück fertig: Das Christentum ist gar nicht da — dennoch leben sie davon.

 

Sören Kierkegaard

 

 

 

Abb. gemeinfrei

 

 

 

 

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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