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Lehre, nebenbei bemerkt, Der Geier erinnert, übersehene Bibelstellen, »schwierige« Bibelstellen

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Hüter des Unkrauts

20. Februar 2013

 

Das evangelische Nachrichtenmagazin idea Spektrum äußert sich in letzter Zeit auffallend häufig auffallend freundlich zum Katholizismus und hat es sich auch nicht nehmen lassen, den scheidenden Papst mit »10 großen Worten« aus seiner Amtszeit zu feiern. Unter anderem eines aus dem Jahr 2005:

»An der Kirche kann man sehr viel Kritik üben. Wir wissen es, und der Herr hat es uns gesagt: Sie ist ein Netz mit guten und schlechten Fischen, ein Acker mit Weizen und Unkraut.«

Der Herr hat gesagt? Moment mal, was bitte hat Jesus denn wirklich gesagt?

Anorexia nervosa

10. Februar 2013

 

Als erstes Land der Welt hat Israel im Januar gesetzlich verboten, daß Bilder von sogenannten Magermodels veröffentlicht werden. Die Grenze wurde dabei mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 18,5 so angesetzt, daß auch viele gesunde, normalgewichtige Models jetzt praktisch Berufsverbot in Israel haben.

Dem Vernehmen nach wollte die israelische Regierung nicht mehr jedesmal beim Aufschlagen einer Modezeitschrift daran erinnert werden, daß die Silhouette des Landes auch so lebensbedrohlich abgemagert aussieht wie ein anorektisches Model, seit der größte Teil des biblischen Kernlandes durch die Land-für-Frieden-Politik den Arabern überlassen wurde.

 

Neue Broschur verfügbar

27. Januar 2013

 

Da der Artikel »Wolfsblut« mit über achttausend Aufrufen seit drei Jahren recht häufig gelesen wird, wurde es Zeit für eine »analoge« Version auf Papier. Unter dem Titel »… hinter sich selbst her.« ist jetzt eine .pdf-Broschur verfügbar, welche die vier Geiernotizen »Wolfsblut«, »Brot, Wein und Gericht«, »Die Versammlung verlassen« und »An den Flüssen Babylons« beinhaltet. Diese kann heruntergeladen und über das Kontaktformular auch als gedrucktes Heft — gern auch mehrere Exemplare zum gezielten Weitergeben — bestellt werden. Ich rate davon ab, das Heft selbst auszudrucken.

 

Von dem Artikel »Die Versammlung verlassen«, den es vorher schon gedruckt gab, gibt es noch wenige Restexemplare. Hier ist keine Nachauflage geplant, da er ja jetzt im Heft »… hinter sich selbst her.« mit enthalten ist.

 

Wer noch Fehler findet, möge mir das bitte gleich melden, damit ich Datei und spätere Drucke berichtigen kann.

 

Wer Geiernotizen, die bisher nicht gedruckt vorliegen, zum Weitergeben als Druck braucht, schreibe mich bitte an. Auch das aktuelle Heft ist auf Anregung eines Lesers zustandegekommen.

 

Für die Verschriftlichung des Seminars gibt es noch keinen Termin, die Sache ist komplex. Ich hoffe aber, eher fertigzuwerden als der Berliner Flughafen.

 

Demnächst werde ich in der Seitenleiste einen Hinweis auf lieferbare Materialien unterbringen.

 

Citat des Tages LXVI

20. Januar 2013
 

In any culture, a superficial demand for repentance will always be readily understood, and commonly applauded. A radical and biblical demand for repentance, in contrast, will frequently require a turning away from those things we all assumed to be good . »For what is highly esteemed among men is an abomination in the sight of God.« (Luke 16:15).

Douglas Wilson

In jeder Kultur wird eine oberflächliche Aufforderung zur Buße bereitwillig verstanden und gewöhnlich sogar begrüßt. Eine radikale und biblische Forderung nach Umkehr wird hingegen regelmäßig erfordern, daß wir uns von den Dingen abwenden, die wir alle für gut angesehen haben. »Denn was hoch geschätzt ist bei den Menschen, ist ein Greuel in Gottes Sicht.« (Lukas 16, 15).

 

 

Mündige Christen

4. Dezember 2012

 

Immer mal wieder taucht der Begriff des »mündigen Christseins« auf, so zum Beispiel auch in einer Stellungnahme des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zum Theologischen Seminar Elstal nach Äußerungen einer ehemaligen Studentin* — siehe auch hier — welche die zerstörerischen Auswirkungen der dortigen morbiden Theologie auf ihr Leben beklagt hatte:

Insbesondere weise man die Unterstellungen zurück, dass an dem Seminar ein »unbiblisches Gottesbild« vermittelt und die Glaubwürdigkeit der Bibel gezielt untergraben werde. Ziel des Theologiestudiums sei es nicht zuletzt, Menschen zu einem mündigen Christsein anzuleiten. 

Nun könnte man den Begriff des »mündigen Christen« zwar auch im Sinne einer Emanzipation von klerikalen Vorbetern verstehen, in diesem Sinne wird er in diesem Kontext aber gerade nicht gebraucht, ist doch der BEFG mit seinen Kaderschmieden in Elstal und Wiedenest selbst tief in Klerikalismus verstrickt: Diese speien ständig neue Absolventen aus, die hernach mehrheitlich nicht mehr arbeiten wollen, sondern sich »berufen« fühlen, sich für ihr Christsein bezahlen zu lassen. Allein dadurch entsteht ein erheblicher Druck auf die mit diesen Schulen verbundenen Gemeinden, diese Alumni denn auch zu absorbieren und hier mal eine neue Stelle für einen Jugendreferenten zu schaffen, dort mal einen halben Pastor anzustellen, irgendwann dann eine ganze Pfarrstelle draus zu machen (auch wenn man sich im BEFG natürlich schämt, wirklich Pfarrstelle dazu zu sagen — bei den Brüdergemeinden wahrscheinlich noch ein wenig mehr als bei den Baptisten, aber auch bei den »Brüdern« im BEFG zeitigt dieses leichte Unwohlsein keinerlei Auswirkungen in der Praxis; man hat längst einen strikten Verkirchlichungskurs eingeschlagen).

Alte Seilschaften

19. November 2012

 

Im 24. Vers des 118. Psalms lesen wir: »Dies ist der Tag, den Jahweh gemacht, wir wollen uns freuen und frohlocken in ihm.« Um den ganzen Wert dieses Verses zu erschließen, ist hier eine Besonderheit des Hebräischen zu beachten: Die Fügung היום (HaJom), »dieser Tag«, bedeutet »heute«. Wir können also auch lesen: »Das Heute hat Jahweh gemacht.«

Das heißt, wir sollen weder im Gestern noch im Morgen zuhause sein, sondern im Heute.

»Nicht einer, der seine Hand auf den Pflug zu getrieben hat und blickt in Richtung auf die hinter ihm, ist geeignet in der Regentschaft des Gottes« (Lk. 9, 62). Viele Christen haben ihre Vergangenheit aber nicht wirklich angepfahlt[G]. Bei einigen, wenn sie davon erzählen, aus welchen Dingen sie befreit wurden, meint man, sie würden sich der Verfehlungen ihrer Vergangenheit rühmen. Aber auch jenseits dieses Phänomens gibt es viele, die nicht wirklich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen haben; nicht wenige verklären sie in der Rückschau regelrecht. Paulos sagt: »Jedoch, was irgend mir Gewinn war, dies habe ich wegen des Christos als Verlust eingestuft« (Phlp. 3, 7). Etliche aber halten ihre Vergangenheit nicht für einen kompletten Schadensfall, sondern für einen kostbaren Schatz und bleiben ihr dadurch verhaftet. Sie können deswegen nicht im »Heute«, im היום Jahwehs ankommen, in dem sie selbst und damit auch alles, was zu ihnen gehört hat, mit dem Christos an den Pfahl geschlagen und damit endgültig hinweggetan ist, damit das Auferstehungsleben des Christos in ihnen wirken kann.

Zwischenruf

21. Oktober 2012

 

Ach, nööö, liebe EKD (Evangelische Kirche in Deutschland), heute hast Du also mal wieder einen bundesweiten »Männersonntag« celebriert. Ja, und? Hast Du was gemerkt? Ich war trotzdem nicht da. Und Du hast mich ja auch gar nicht vermißt, stimmt’s? Warum läßt du solche Sachen denn nicht einfach?

Was? Du willst, »daß Männer den Gottesdienst wieder entdecken«? Überleg doch mal. Was sollen die denn bitte in diesen Veranstaltungen, die Du als »Gottesdienst« bezeichnest, ganz so, als wäre Gottesdienst etwas, wo man hingehen könnte? Unterhaltung kann jedes drittklassige regionale TV-Programm besser als Du. Und mitspielen läßt Du die Männer bei Dir ja sowieso nicht so richtig, es sei denn, sie seien ordinierte Theologen. Was, bitteschön, sollen die also bei Dir?

Weißt Du was, liebe EKD? Männer sind Leben-zeugende. Wie sollen die denn bitte im Rahmen eines evangelischen Gottesdienstes (geistliches) Leben zeugen? Hast Du darüber überhaupt schon mal nachgedacht? Nein? Dachte ich mir.

Gib’s doch mal zu, Du kannst mit richtigen Männern ja auch überhaupt nichts anfangen. Die stören doch nur Deinen gut geölten Religionsbetrieb. Wenn sich mal doch einer zu Dir verläuft und auch nur ansatzweise männlich verhält wie z. B. Lutz Scheufler, kriegst Du doch sofort rote Flecken im Gesicht und denkst panisch darüber nach, wie Du ihn Dir unauffällig wieder vom Hals schaffen kannst. Ja, unauffällig natürlich. Denn ihn einfach so ’rauszuschmeißen bist Du selbst dann auch wieder nicht Manns genug.

Jezebel, das lehrende Weib

14. Oktober 2012

 

Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Wirker, sich Nachschematisierende zu Aposteln des Christos. Und nicht Erstaunliches ist’s, denn er, der Satanas, nachschematisiert sich zu einem Engel des Lichts. Nichts Großes ist’s daher, wenn auch seine Diener sich nachschematisieren wie Diener der Gerechtigkeit, deren Vollendigung gemäß ihren Gewirkten sein wird. (2. Kor. 11, 13ff)  

 

Es greift zu kurz, wenn man das wohlbegründete Lehrverbot aus 1. Tim. 2, 12ff ausschließlich auf die Aussage begrenzt, daß Frauen in der Herausgerufenen[G] nicht lehren dürfen. Über die lebenspraktische Komponente hinaus hat das Verbot auch eine prophetische: Da die Herausgerufene dem Christos gegenüber weiblich ist, darf sie keine Lehren erfinden, sondern nur weitergeben, was der Christos selbst lehrt. Sie hat nicht das Recht, aus sich selbst heraus eigene Lehren einzuführen. Watchman Nee hat dazu geschrieben:*

»Wir lesen in Offenbarung 2, 20, daß Isebel behauptet, sie sei eine Prophetin. Sie sagt das, weil sie lehren möchte. Die Stellung der Gemeinde vor Gott ist die einer Frau. Jedes mal, wenn die Gemeinde sich selbst die Autorität aneignet und lehrt, ist Isebel am Werk. Die Gemeinde hat nichts zu sagen, d. h., sie ergreift nicht das Wort. Der Sohn Gottes ist das Wort, daher hat auch nur er das Wort. Christus ist das Haupt der Gemeinde, und nur er darf sprechen. Wenn die Gemeinde dennoch spricht, dann predigt die Frau. Die katholische Kirche ist diese predigende Frau. In der katholischen Kirche gilt, was die Kirche sagt, nicht, was die Bibel oder was der Herr sagt.«

Druckfrisch.

9. Oktober 2012

 

Gerade ist die »factum« 7/12 mit der Geiernotiz vom 12. September als Titelthema erschienen. Man muß also gar nicht unbedingt jung und schön sein, um es auch mal auf ein Zeitschriftencover zu schaffen: 


 

Im Halbdunkel

6. Oktober 2012

 

Wer sich entschließt, in Hurerei zu leben, muß sich nicht wundern, wenn er hier und da den einen oder anderen Bankert* zeugt. Das ist bei der Buhlschaft von konstantinisch geprägtem »Christentum« und Staat nicht anders. Die Bastarde*, die aus dieser Verbindung hervorgegangen sind, heißen Kirchen. Gar zu gern berufen sie sich auf ihre geistlichen Gene, ihre stattlichen staatlichen Privilegien wollen sie aber auch um keinen Preis fahren lassen. Sie behaupten, das Reich Gottes zu repräsentieren, sind aber mit tausend Stricken an die Reiche dieser Welt gebunden. Für den Außenstehenden ist es dabei höchst erstaunlich, wie gemütlich man es sich doch einzurichten vermag, wenn man schon seit Jahrhunderten derart zwischen den Stühlen sitzt.

Zum »christlichen« Religionsunterricht an staatlichen Schulen hatte ich vor ein paar Jahren geschrieben:

Dabei ist es aus christlicher Sicht ein absurder, um nicht zu sagen ein obszöner Gedanke, die Vermittlung geistlicher Inhalte dem Staat zu überlassen, genauso obszön wie die Beitreibung von Kirchensteuern durch den Staat und andere vergleichbare Erscheinungen, etwa die universitäre Ausbildung der Theologen und deren Finanzierung. Eine Trennung von Staat und Kirche kennt Deutschland nicht. Daß der Staat sich dies gefallen läßt, ist erstaunlich; viel schlimmer ist, daß es keinen wahrnehmbaren christlichen Widerstand hiergegen gibt. Denn biblisch beurteilt kann man diese Verbindungen von Staat und Kirche nur als »geistliche Hurerei« bezeichnen.

Rückblick 1. Lesertreffen

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