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Lehre, nebenbei bemerkt, Der Geier erinnert, übersehene Bibelstellen, »schwierige« Bibelstellen

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… bereits gefallen.

11. April 2010

 

»Wenn es in einer Gemeinde soweit kommt, daß nur eine Handvoll Menschen die geistlichen Angelegenheiten besorgen, ist diese Gemeinde bereits gefallen.«

Watchman Nee

 

   

 

  

verbindlich nachzuahmen …
Paulos hatte gute Gründe, neben seinem apostolischen Dienst einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Indem er niemanden finanziell belastete, war er unangreifbar. Ihm unlautere Motive für seinen Dienst zu unterstellen, wäre so selbst für einen böswilligen Zeitgenossen schwierig gewesen. »Denn Ihr selber gewahret, wie es bindend ist, uns nachzuahmen, da wir uns nicht unordentlich inmitten von Euch verhielten, aber auch nicht geschenkweise seitens jemandes Brot aßen, sondern in Ermüdung und Anstrengung nachts und tags Wirkende waren, um nicht jemand von Euch zu beschweren; nicht, daß wir nicht Autorität haben, sondern, auf daß wir uns selber Euch als Typus (Vorbild) geben zum Uns-Nachahmen.« (2. Thess. 3, 7ff)

… bis drei zählen

1. April 2010

 

 

 

  

 

In diesen Tagen wird wohl wieder millionenfach von Kanzeln in aller Welt die theologische Behauptung verkündet werden, daß Jesus an einem Freitag gekreuzigt [G] und an einem Sonntag auferstanden sei. Dieser Zeitplan basiert auf dem katholischen Jahreskreis und ist auch in anderen Kirchen und Freikirchen weitgehend unumstritten. Das ist seltsam. Denn um nachzuweisen, daß diese Chronologie so nicht stimmen kann, braucht man eigentlich nur zwei Dinge — erstens ein Neues Testament und zweitens mathematische Fähigkeiten auf Vorschulniveau — genaugenommen die Kenntnis der Abfolge der Wochentage und die Fähigkeit, bis drei zu zählen:

Denn ebenso wie  Jonas in der Leibeshöhle des Seeungeheuers drei Tage und drei Nächte war, also wird der Sohn des Menschen in dem Herzen des Erdlands sein drei Tage und drei Nächte. (Mt. 12, 40)

Man kann das nun drehen und wenden wie man will: Auf Freitag bis Sonntag kommt man anhand der biblischen Voraussetzung, daß Jesus drei ganze Tage und drei ganze Nächte tot und begraben war, nie und nimmer. Und die Schrift ist hier ja in erfrischender Weise präcise und läßt keinen Spielraum für Rechenkünstler, die mit angebrochenen Tagen und dergleichen hantieren.

Leiden? Wieso?

30. März 2010

 

Der Märtyrer-Spiegel von Braght, herausgegeben um 1660, berichtet von einer Felicitas, die um das Jahr 200 in Mauretanien gefangen wurde und hingerichtet werden sollte, weil sie Christus nicht verleugnen wollte. Felicitas war aber hochschwanger und gemäß römischem Recht konnte sie erst nach der Geburt des Kindes getötet werden:

… an der Uhr gedreht

27. März 2010 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

Nutzlos, teuer, ungesund, gefährlich, schädlich — nicht vergessen: Heute nacht wird wieder an der Uhr gedreht, und das bedeutet, wie die F.A.Z. vorrechnet: Schlafstörungen, Verspätungen, höherer Energieverbrauch (tatsächlich!), zusätzliche Verkehrsunfälle.

 

 

 

 

 

Photo: © Geier

 

 

 

 

Das System Absalom

8. März 2010

 

Die Geschichte Absaloms wird Bibellesern ein Begriff sein; ich fasse hier nur kurz zusammen, was für das Verständnis des »Systems Absalom« wichtig ist; die ganze Geschichte kann im Zusammenhang in 2. Samuel 13 — 18 nachgelesen werden.

Absalom, Sohn Dawids, war sehr von sich selbst eingenommen. Schön und intelligent, war er der Meinung, ein besserer König sein zu können als sein Vater. Er war ein durchtriebener Stratege. Ganze zwei Jahre hatte er die Rache an seinem Halbbruder Amnon geplant, um dann mit einer List zuzuschlagen. Seine Lynchjustiz zwang ihn zwar zur Flucht, aber planvoll und rücksichtslos betrieb er seine Rückkehr nach Jerusalem. Und ebenso sorgfältig plante er auch die Übernahme des Throns:

Nechustan — Kreuz oder Pfahl?

3. März 2010

 

 

Mein ikonoklastischer Artikel »Bild des Unsichtbaren« zu Kol. 1, 15 hat einen Leser zu der Frage veranlaßt:

»Wie stehst du dazu, daß das Kreuz als Zeichen für das Christentum in allen Denominationen gilt? Ist ein Aufhängen eine Kreuzes oder ein Kreuz auf dem Gipfel eines Berges auch Götzendienst? … Die Frage ist doch vielmehr, ob ich ein Kreuz … als Amulett oder Glücksbringer trage oder lediglich als Symbol. Falls ein Kreuz auch in seinem symbolischen Aspekt nicht tolerierbar ist müsste dieses eigentlich überall verschwinden.«

Zur Antwort nachfolgend ein älterer Artikel, der bisher nicht hier erschienen war:

 


Steine schmeißen?

1. März 2010

Nein, ich mag diesen Unsinn wirklich nicht mehr hören: Nachdem die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende betrunken eine rote Ampel überfahren hatte, erlebte der Satz »Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein« eine unglaubliche Konjunktur. Kaum ein Feuilletonist, Kommentator oder Leserbriefschreiber, der nicht auch seine vermeintliche Bibelkenntnis ausstellen wollte und meinte, ohne diesen Satz auskommen zu können. Nicht einmal im »Spiegel« fehlt er, dem ja nun nicht gerade der Ruf geistlicher Sensibilität vorauseilt.

Bild des Unsichtbaren

23. Februar 2010


Schwierige Bibelstellen IV: Kol. 1, 15 

 

Dies ist die erste Notiz in der neuen Rubrik »Leser fragen den Geier«. Über das Kontaktformular treffen ja gelegentlich interessante Fragen ein, und sofern ich diese beantworten kann und auch meine, daß dies für weitere Leser von Interesse sein könnte, werde ich diese in loser Folge zu Geiernotizen verarbeiten — die Identität des Fragestellers bleibt selbstverständlich geschützt.

Die Reihe »›Schwierige‹ Bibelstellen« hat einen Leser veranlaßt, nach Kol. 1, 15 zu fragen, und hier ist die versprochene Antwort:

 

Kolosser 1, 15 spricht von Christus als dem »Bild des unsichtbaren Gottes«, und das scheint ja tatsächlich erst einmal ein Paradoxon zu sein: Etwas, das unsichtbar ist, kann man nicht abbilden. Tatsächlich? Zumindest aus der Naturwissenschaft kennen wir ja visuelle Beschreibungen unsichtbarer Dinge — die Modelle. So kann ich Sauerstoff zwar nicht sehen, aber in einem Modell abbilden, das die molekularen Eigenschaften des Sauerstoffs abbildet. Wer das Modell sieht, sieht zwar immer noch keinen Sauerstoff, aber er kann etwas über die Eigenschaften des Sauerstoffs lernen.

Dies ist zwar nur ein Gleichnis, aber es bringt uns schon einmal auf die richtige Fährte. Tatsächlich aber besteht zwischen dem Christos und dem Vater eine viel höhere Übereinstimmung als zwischen einem Sauerstoffmolekül und dem Modell eines solchen. So sagt Jesus in Johannes 14, 7:

Was für ein Glas!

23. Februar 2010

 

Wie die F.A.Z. berichtet, hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, letztens in einem Interview geäußert, sie träume bereits davon, sich eines Tages wieder mehr ins Private zurückzuziehen. Zielstrebig, wie sie nun einmal ist, arbeitet sie auch bereits an der Erfüllung dieses Traumes. 

Am Wochenende wurde sie von der Polizei in Hannover erwischt, wie sie betrunken mit ihrem Phaeton eine rote Ampel überfuhr. Nun hat diese Frau ja in ihrem Leben schon so viele (geistliche) Stopschilder überfahren, daß eine rote Ampel wohl nur eine Frage der Zeit war. 

Nachdem die Polizisten sie mit 1,54 Promille im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit angehalten hatten, soll sie zur Entschuldigung vorgebracht haben, daß sie ja »nur ein Glas getrunken« habe. Dieses Glas gibt mir ernsthaft zu denken. Um sich in einen solchen Zustand zu trinken, müßte das Glas (wenn man mal von Wein ausgeht) gigantische Ausmaße gehabt haben, also beinahe ein Literglas. Auf eine handelsübliche Glasgröße käme sie eigentlich nur, wenn sie Primasprit* getrunken hätte. Das wäre dann allerdings auch wieder ein Grund zu ernster Besorgnis. Von russischen Kampftrinkern habe ich so etwas schon gehört, die sterben dann allerdings auch nicht an Leberzirrhose, sondern an einem Speiseröhrendurchbruch, auch bekommt man das Zeug nicht lebend runter, ohne außerordentlich gut in Übung zu sein.

Altershochmut

18. Februar 2010

 

 

Der Kotzker Rebbe Menachem Mendl Morgensztern (1787 — 1859) sagte einmal:

»So wie es die Art des Affen ist, den Menschen zu imitieren, so imitiert auch der Mensch, wenn er alt wird, sich selbst, und tut, was seinen vorherigen Gewohnheiten entspricht.« 

 

und David Sacks erklärt dazu in einem Artikel zu Neujahr (Rosch H’Schanah):

»In anderen Worten: An einem bestimmten Punkt ihres Lebens werden die meisten von uns — sei es bewußt oder nicht — zufrieden damit, wer sie sind und was aus ihnen geworden ist. Als solche hören wir auf, größere geistliche Höhen anzustreben. Wir sind zufrieden damit, unsere verbleibenden Tage als eine bloße Imitation unserer selbst zuzubringen.«

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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