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Katholizismus, Protestantismus, Freikirchen

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Die Milz im Safe des Erzbischofs — Organklau einmal anders

12. Juni 2010

 

Nun liegt es mir normalerweis ja fern, Aufklärer wie Lichtenberg zu citieren, aber wenn sie schon mal recht haben, so sei es denn:

»Ich glaube, man lästert den Namen Christi, wenn man die katholische Religion, so wie sie in Spanien und Portugal herrscht, unter die christlichen nennt.«

Wobei: Die Einschränkung auf Spanien und Portugal will mir nicht ganz einleuchten. Denn anderswo ist der Katholizismus schließlich auch nicht so viel unkatholischer. Es ist aber auch gar zu krude: Man stelle sich nur vor, daß jemand eine Religionsgemeinschaft gründen würde, die Toten innere Organe entnimmt, einweckt und versteckt, um diese Jahrzehnte später wieder hervorzukramen und öffentlich auszustellen, um eine große Zahl von Anhängern ebendieser Religion zu veranlassen, zu diesen Leichenteilen zu pilgern und diese zu verehren — und dann auch noch die Dreistigkeit besitzt, diesen absurden Götzendienst christlich zu nennen. Würde nicht jeder, der sich einen Rest geistlichen Verständnisses bewahrt hat, eine solche Gemeinschaft als occulte, nekrophile Sekte übelster Art bezeichnen? Würde man nicht an der geistigen Gesundheit zweifeln von jedem, der solches praktiziert oder andere dazu anstiftet, solches zu praktizieren? Nun muß niemand eine solche Sekte gründen; es gibt sie schon, und nur deshalb, weil sie keine Neugründung eines geisteskranken Excentrikers ist, sondern seit Constantins Tagen bestens etablierte Realität, gibt es immer noch etliche, die ihr ihre Rolle als staatstragende »christliche« Gemeinschaft abkaufen.

Selber! oder: Mit dem Playboy unterm Weihnachtsbaum

12. Mai 2010

 

Rechnest du aber dies, o  Mensch, der die solches Praktizierenden Richtende und dieselben Tätigende, daß du, ja du, dem Urteil des Gottes entfliehen wirst?

(Röm. 2, 3)

Comedy Central, der amerikanische Sender, der auch die Comicserie »South Park« produziert, hat beschlossen, eine Serie »JC« über Jesus zu drehen, die sich wahrscheinlich irgendwo zwischen den Parametern »geschmacklos« und »lästerlich« bewegen wird. Präsentieren sollen die halbstündigen Folgen einen »Jesus«, der in New York wohnt; was bisher an Details bekannt wurde, ist unanständig genug. So ist sie nun mal, die Welt. Interessant ist aber, wer da gleich aus den Löchern gekrochen kommt, um sich zu beschweren: William Donohue, Präsident der Katholischen Liga für Bürgerrechte und Religionsfreiheit, findet die Sache widerwärtig. Und er hat recht. Auffällig ist nur, daß er selbst ausgerechnet zu einer Truppe gehört, die sich seit vielen Jahrhunderten damit beschäftigt, obszöne Karikaturen von Jesus unters Volk zu bringen. Meint die RKK, ein Monopol auf lästerliche Jesuscomics zu haben? Fürchtet sie etwa nur die Konkurrenz?

 

Dämonenlehre

3. Mai 2010 

 

 

 

  

Gerade habe ich in einem Leserbrief an die F.A.Z. gelesen: Ein Münsteraner rechtfertigt das Zölibat katholischer Priester damit, daß »der Priester … mit seiner ganzen Person für Christus steht«.

Dies bedeutet natürlich im Umkehrschluß, daß der »gewöhnliche Christ« diesem Verständnis zufolge nicht mit seiner ganzen Person für Christus stünde. Was aber lehrt die Schrift?

 Ich lebe, aber nicht mehr ich, es lebt aber in mir Christos …

(Gal. 2, 20)

Berufsberatung, hanseatisch

20. April 2010

 

Einigen Kummer ist die Evangelische Kirche in Deutschland mit ihren »Bischöfinnen« ja schon gewöhnt. Und das ist in Hamburg nicht grundsätzlich anders als in Mitteldeutschland oder Hannover. Im deutschen Norden hat Maria Jepsen gerade in einem Interview mit der taz — wie man auf gut deutsch so schön sagt — das mit dem Gesäß eingerissen, was ihre Mitarbeiter im Diakonischen Werk Hamburg zuvor mit den Händen aufgebaut hatten. Diese haben noch vor einigen Jahren in einer Pressemitteilung darauf bestanden, daß Prostitution nie ein normaler Beruf sein dürfe:

»Es ist falsch, … von der Anerkennung der Prostitution als Beruf zu sprechen,« sagt Ingeborg Müller, Fachbereichsleiterin für Frauenprojekte im Diakonischen Werk Hamburg. »Prostitution kann nie ein normaler Beruf sein.« Denn dazu gehöre die Meldung freier Stellen beim Arbeitsamt, die Vermittlung von Arbeitslosen in freie Stellen und die Androhung der Kürzung von Arbeitslosenhilfe, wenn ein Stellenangebot nicht angenommen werde. Sexualität dürfe nach christlicher Überzeugung nicht den Charakter einer Ware oder Dienstleistung bekommen.

gemäß Fleisch

17. April 2010 

 

 

Die Hoteliers sind zufrieden, und nicht nur diese. Es ist ein Bombengeschäft. Turin ist ausgebucht. Erstmals seit zehn Jahren wird das sogenannte »Turiner Grabtuch« wieder öffentlich für wenige Wochen ausgestellt, und Katholiken aus der ganzen Welt strömen nach Turin, um sich diese Reliquie, von der behauptet wird, sie sei das »Grabtuch Christi«, anzusehen. Man könnte Seite um Seite füllen, wenn man sich an der Debatte um die Echtheit dieses Tuches beteiligen wollte. Verschiedene Untersuchungen, darunter drei Radiokohlenstoffdatierungen (C14), haben das Tuch längst als mittelalterliche Fälschung entlarvt, die sich auch heute reproduzieren läßt, aber natürlich gilt dies einem wahren Tuchverehrer nichts; er wird immer Argumente finden, warum diese Untersuchungen fehlerhaft sein müßten.

… bereits gefallen.

11. April 2010

 

»Wenn es in einer Gemeinde soweit kommt, daß nur eine Handvoll Menschen die geistlichen Angelegenheiten besorgen, ist diese Gemeinde bereits gefallen.«

Watchman Nee

 

   

 

  

verbindlich nachzuahmen …
Paulos hatte gute Gründe, neben seinem apostolischen Dienst einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Indem er niemanden finanziell belastete, war er unangreifbar. Ihm unlautere Motive für seinen Dienst zu unterstellen, wäre so selbst für einen böswilligen Zeitgenossen schwierig gewesen. »Denn Ihr selber gewahret, wie es bindend ist, uns nachzuahmen, da wir uns nicht unordentlich inmitten von Euch verhielten, aber auch nicht geschenkweise seitens jemandes Brot aßen, sondern in Ermüdung und Anstrengung nachts und tags Wirkende waren, um nicht jemand von Euch zu beschweren; nicht, daß wir nicht Autorität haben, sondern, auf daß wir uns selber Euch als Typus (Vorbild) geben zum Uns-Nachahmen.« (2. Thess. 3, 7ff)

»Alles nur Theater«: Bischöfinnendarstellerinnen

21. März 2010

 

Jetzt, wo Frau Käßmann etwas in den Hintergrund getreten ist, scheint Frau Junkermann, Landes»bischöfin« der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sie würdig zu vertreten. So sprach sie am Donnerstag vor der Synode in Bad Sulza zum Thema »Ein geselliger Gott freut sich an einer geselligen Kirche«. Oha. Laut Pressetext »wirbt Junkermann für eine offene Kirche, ›die bereit ist, aus (einer) geschlossenen oder geschlossen wirkenden Gemeinschaft herauszugehen‹. Die ›Kirche für andere‹ müsse weiterentwickelt werden zu einer ›Kirche mit anderen‹. Dabei gelte es, von den Menschen her zu denken und dem nachzugehen, was sie brauchen, nicht von dem her, was ›meine Botschaft‹ ist. Kirche dürfe und solle aus sich herausgehen und ›kein Verein von untereinander Gleichgesinnten sein‹: ›Geselligkeit braucht Vielfalt …‹«

Was für ein Glas!

23. Februar 2010

 

Wie die F.A.Z. berichtet, hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, letztens in einem Interview geäußert, sie träume bereits davon, sich eines Tages wieder mehr ins Private zurückzuziehen. Zielstrebig, wie sie nun einmal ist, arbeitet sie auch bereits an der Erfüllung dieses Traumes. 

Am Wochenende wurde sie von der Polizei in Hannover erwischt, wie sie betrunken mit ihrem Phaeton eine rote Ampel überfuhr. Nun hat diese Frau ja in ihrem Leben schon so viele (geistliche) Stopschilder überfahren, daß eine rote Ampel wohl nur eine Frage der Zeit war. 

Nachdem die Polizisten sie mit 1,54 Promille im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit angehalten hatten, soll sie zur Entschuldigung vorgebracht haben, daß sie ja »nur ein Glas getrunken« habe. Dieses Glas gibt mir ernsthaft zu denken. Um sich in einen solchen Zustand zu trinken, müßte das Glas (wenn man mal von Wein ausgeht) gigantische Ausmaße gehabt haben, also beinahe ein Literglas. Auf eine handelsübliche Glasgröße käme sie eigentlich nur, wenn sie Primasprit* getrunken hätte. Das wäre dann allerdings auch wieder ein Grund zu ernster Besorgnis. Von russischen Kampftrinkern habe ich so etwas schon gehört, die sterben dann allerdings auch nicht an Leberzirrhose, sondern an einem Speiseröhrendurchbruch, auch bekommt man das Zeug nicht lebend runter, ohne außerordentlich gut in Übung zu sein.

… von Anbeginn

13. Februar 2010

 

 

 

 

 

 

 

Ihr seid aus dem Vater, dem Diabolos, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an, und in der Wahrheit stand er nicht fest, da die Wahrheit nicht in ihm ist. Wann gleichsam er die Fälschung spricht, spricht er aus dem ihm eigenen, da er ein Fälscher ist und der Vater derselben. 
Joh. 8, 44

Da steht es also: Der Diabolos (Durcheinanderwerfer, Verwirrer) ist ein Menschenmörder von Anbeginn. Deswegen kann es nicht verwundern, daß für ihn die Krönung seiner Anbetung das Menschenopfer ist. Götzendienst, wenn er vollendet ist, fordert also immer wieder Todesopfer. Im Moment wird dem Zeus, dem obersten der hellenischen Götzen des Olymp, gerade wieder ein großes Fest gefeiert, weswegen man dieses Fest auch die Olympischen Spiele nennt. Und prompt hat Zeus das erste Menschenopfer gefordert.

Wie ist das möglich? Lehrt uns die Schrift nicht, daß die Götzen nur tote Materie sind? Die können doch gar nichts fordern noch bewirken — oder? Ja richtig, aber Paulos erklärt auch:

Daher, was erkläre ich? Daß ein Idolopfer etwas ist? 
Nicht so, sondern daß Opfer, welche die Nationen schlachtopfern, sie den Dämonen und nicht dem Gott  schlachtopfern …
1. Kor. 10, 20f

Brot, Wein und Gericht

7. Februar 2010

 

Schwierige Bibelstellen III: 1. Kor. 11, 29

 

Denn der Essende und Trinkende ißt und trinkt sich selber Urteil, wenn er den Leib nicht beurteilt.

Dieser Aussage geht in Vers 28 die paulossche Anweisung »ein jeder prüfe sich selbst« voraus. Die Frage ist nun, worauf sich diese Selbstprüfung beziehen muß und damit auch, worauf sich die Gerichtsdrohung in Vers 29 bezieht. Geht es hier darum, irgendwelchen Verfehlungen nachzuspüren? Die McArthur Studienbibel gibt in ihrem Kommentar die verbreitete protestantische Auffassung wieder, wenn sie recht allgemein schreibt:

Rückblick 1. Lesertreffen

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