Nicht EIN Gerechter

6. Dezember 2014

 

Nachdem sich vor sechs Jahren in der hessischen SPD noch vier Abgeordnete gefunden hatten, die einer Regierungsbildung mit Hilfe der SED verhinderten, hat sich gestern weder in der SPD-Fraktion noch in der Fraktion der Grünen ein Abgeordneter gefunden, der die Machtergreifung der SED in Thüringen verhindert hätte. Ein einziger Gerechter hätte ausgereicht. Aber es fand sich nicht einer.

Soviel Thüringer Baldriantinktur kann man ja gar nicht trinken, wie man müßte, um das emotionslos hinnehmen zu können.

 

 

Der kleine Unterschied

3. Dezember 2014

 

 

»Es ist möglich, daß ich mich blamiere. Indes ist dann immer mit einiger Dialektik wieder zu helfen. Ich habe natürlich meine Aufstellungen so gehalten, daß ich im umgekehrten Fall auch recht habe.«

 Karl Marx, Brief an Engels, 1857, MEW 29, 161

 

Es sei aber euer Wort »ja, ja«, »nein, nein«; aber das Um-und-Um von diesen ist aus dem Bösen.

Mt. 5, 37

 

Treund[G] aber ist der Gott, daß unser Wort zu euch nicht zugleich Ja und Nein ist. 

2. Kor. 1, 18

 

Das Ja sei ja, und das Nein nein, auf daß ihr nicht unter Gericht fallet.

 Jak. 5, 12

 

 

Weiter geht’s …

24. November 2014

 

Liebe Leser, liebe Freunde, das war so nicht geplant. Daß ein komplexer Umzug mit Wohnung und Betrieb sowie eine Baustelle nicht ohne Schmerzen und Einschränkungen zu haben sind, war mir zwar irgendwie schon klar, aber eigentlich wollte ich schon viel eher wieder Tritt gefaßt haben. Dabei weiß ich schon, daß viele eine Statusmeldung zwischendurch geschätzt hätten. Allein: Zeitweise haben Zeit und Kraft nicht einmal dafür gereicht, später dachte ich dann, daß sich das nicht mehr lohnt, weil es hier ja sowieso bald wieder weiterginge. So verschätzt man sich bisweilen. Zumindest mit den Vorderhufen ist die Kuh aber mittlerweile vom Eis; die spannende Frage jedoch, ob nun meine Baustelle oder der Berliner Flughafen zuerst fertig wird, muß zunächst unbeantwortet bleiben. Berlin rechnet inzwischen mit 2018, ich habe erst einmal gar keine Prognose. Ausgesucht habe ich mir die Angelegenheit nicht. Da der alte »Geierhorst« abgerissen wird, mußte ich innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine neue Lösung finden, was unter den gegebenen Umständen nicht wirklich problemfrei war. Endlich haben sich aber doch ganz erstaunliche Lösungen aufgetan. Hat jemand noch den Lernvers von letzter Woche parat? Richtig: »Wir gewahren aber, daß denen, die den Gott lieben, er alles hinein in Gutes zusammenwirkt …«, ein Vers, den ich nicht citieren kann, ohne gleich anmerken zu müssen, daß hier einige Übersetzungen schon ziemlich materialistisch daherkommen, wenn sie behaupten, »daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen«. Es sind nämlich durchaus nicht die Dinge, die uns da freundlich gesonnen und dienstwillig wären, es ist vielmehr Jahweh, der diese Dinge (und gegen ihr heftiges Widerstreben zumeist!) mit Gewalt dahinein zusammenwirkt, daß sie uns letztlich doch zum Guten sein müssen. So setzen wir unsere Zuversicht nicht auf die Dinge, sondern auf den Herrn der RDinge.

Wie auch immer: Es ist hier indes ja auch ohne mich ganz munter weitergegangen. Die Besucherzahlen — täglich knapp fünfhundert Besucher, die zwei- bis dreitausend Seiten aufrufen — sind nur unwesentlich zurückgegangen; es scheinen die Geiernotizen wohl auch als Archiv einigermaßen brauchbar.

Das grüne Wunder: Unser Wald

20. Januar 2014

 

Spektakuläre Aufnahmen von atemberaubender Schönheit: Der Film »Das grüne Wunder: Unser Wald« von Jan Haft zeigt den europäischen Wald, wie ihn wohl auch Naturfreunde bisher kaum gesehen haben. Auch für Kinder, die alt genug sind, mit den Dramen um Leben und Tod im Wald umzugehen, ist der Film zu empfehlen. Er bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, thematisch einzuhaken und nebenher im Gespräch geistliche Grundwahrheiten zu vermitteln. Bis auf den unvermeidlichen Kotau vor dem Evolutionismus — die »Jahrmillionen«, die unbedingt in einen Nebensatz gepreßt werden mußten — und die etwas volkspädagogisch geratenen Schlußminuten ist der Film über weite Strecken ideologiefrei. Im Moment ist er — vermutlich nur für wenige Tage — in der ARD-Mediathek zu sehen.

 

Citat(e) des Tages LXXIV

20. November 2013

 

 

So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß in noch viel höherem Maße der völkische Staat dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen … .

Adolf Hitler, »Mein Kampf«, München 1943

 

Mit der Schulpflicht haben die Eltern hinzunehmen, dass der Staat als Bildungs- und Erziehungsträger im Umfang des schulischen Wirkungsfeldes an ihre Stelle tritt, womit ihre Möglichkeit, unmittelbar in eigener Person pädagogisch auf ihre Kinder einzuwirken, auf den außerschulischen Bereich beschränkt wird. Für die Ausfüllung seiner Rolle ist der Staat darauf angewiesen, das Bildungs- und Erziehungsprogramm für die Schule grundsätzlich unabhängig von den Wünschen der beteiligten Schüler und ihrer Eltern anhand eigener inhaltlicher Vorstellungen bestimmen zu können.

Bundesverwaltungsgericht Leipzig, 6. Senat, Urteilsbegründung,

Neumann et al., 11. 9. 2013

 

Ist es legitim, diese beiden Citate nebeneinanderzustellen, so, wie dies ein aufmerksamer Leser in einer Zuschrift getan hat, und damit die honorigen Leipziger Richter in einem Atemzuge zu nennen mit einem weit weniger honorigen deutschen Diktator?

Man mag das polemisch nennen, man kann aber auch anerkennen, daß auf einen groben Klotz nun einmal ein grober Keil gehört. Und das, was das BVerwG hier vorgelegt hat, ist tatsächlich ein extrem dicker Klotz. Die Parallelen in Form, Inhalt und der Zielsetzung, den Eltern die Reste des Erziehungsrechtes zu entwinden und sie an den Staat zu übertragen, sind offensichtlich und derart erschreckend, daß es nicht nur legitim, sondern geradezu geboten erscheint, dies deutlich aufzuzeigen — einerseits um der verbreiteten allgemeinen Geschichtsvergessenheit entgegenzuwirken, andererseits aber auch mit Verweis auf das obenstehende Motto dieses Blogs (Eph. 5, 11).

Zahl des Tages VI

19. Oktober 2013 

 

 

2.000.000.000

 

Um fast zwei Milliarden Dollar unterschreiten die Steuereinnahmen des US-Bundeshaushaltes die Ausgaben — nicht jährlich, sondern täglich! Der Schuldenstand des Bundeshaushaltes (ohne die Haushalte der Bundesstaaten und Städte) betrug zuletzt 17.075.590.000.000 $ — über siebzehn Billionen Dollar.

 

 

 

»Unkontrollierte Menschenversuche« vs. Hausunterricht: Ein Nachtrag

15. Oktober 2013

 

Anläßlich der Rückkehr der Wunderlich-Kinder zu ihren Eltern hatte ich versprochen, noch einen detaillierteren Bericht nachzureichen, was  ich nun endlich auch tun will. Familie Wunderlich schreibt:

Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung, die uns in den vergangenen 3½ Wochen entgegengebracht wurde, sei es durch anteilnehmende e-Mails, praktische Unterstützung vielfältiger Art und natürlich Gebet.

Wenn Jahwe nicht für uns gewesen wäre — so sage Israel — wenn Jahwe nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten, so hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte (Psalm 124, 1 — 3).

Was wir uns schon am ersten Tag der Inobhutnahme dachten, und was dann am Tag der Gerichtsverhandlung offenbar wurde, war, daß das Jugendamt schon lange diese Inobhutnahme geplant hatte (seit Juni), und daß die Kinder für ein Jahr von der Familie getrennt werden sollten. Es ging hier um nachhaltige Familienzerstörung (»basale Neuorientierung«) und nur nebenbei um Durchsetzung der Schulpflicht. Diese wurde lediglich als Aufhänger für die offizielle Darstellung gewählt. Doch Jahwe war »für uns«, so daß sie uns nicht »lebendig verschlingen« konnten. Auch der Verlauf der Gerichtsverhandlung war deutlich vom Eingreifen Jahwes bestimmt.

Citat des Tages LXXIII

12. Oktober 2013

 

Wenn es überhaupt noch ein Lebensmodell gibt, das unserer gegenwärtigen Führungsschicht echte Angst einjagt, dann ist das die wirtschaftlich unabhängige, gebildete, kinderreiche, christlich orientierte Großfamilie, die ihre Kinder selbst erzieht und sich in keiner Weise von Staat und Medien hineinreden und bevormunden läßt. 

Jörg Schönbohm, Generalleutnant a. D.

 

 

Bernhard Lassahn · Frau ohne Welt — Der Krieg gegen den Mann

5. Oktober 2013

 

Bernhard Lassahn
Frau ohne Welt: Trilogie zur Rettung der Liebe · Teil 1: Der Krieg gegen den Mann
176 Seiten
Manuscriptum Waltrop 2013
€ 14,90
ISBN 978-3937801803

Bekanntgeworden ist Bernhard Lassahn wohl hauptsächlich als Autor der Käpt’n-Blaubär-Geschichten. Bei Manuscriptum ist nun der erste Band von »Frau ohne Welt: Trilogie zur Rettung der Liebe« mit dem Titel »Der Krieg gegen den Mann« erschienen. Auf den zweiten Blick erscheint es denn auch ganz plausibel, daß ein Kinderbuchautor zur Feminismuskritik findet. Schließlich, so zeigt Lassahn anschaulich, ist der Feminismus keine konstruktive Einrichtung, die das Wohl der Frau fördert, sondern eine destruktive Ideologie, die  ein harmonisches, auf gegenseitige Ergänzung ausgerichtetes Miteinander der Geschlechter unmöglich macht. Lassahn diagnostiziert einen Geschlechterkrieg, in dem es nur Verlierer geben kann: Männer und Frauen werden beschädigt und entwurzelt, und natürlich sind eben auch die Kinder als »Kollateralschäden« der Kampfhandlungen die Leidtragenden — sofern sie überhaupt noch geboren werden. Denn Mutterschaft gilt dem klassischen Feminismus immer noch als Element patriarchalischer Frauenunterdrückung, als wichtigstes Hindernis unbeschränkter Selbstverwirklichung.

Citat des Tages LXXII

27. September 2013

 

»Der billige, der nachgeholte Widerstand gegen ein Regime, das es seit 70 Jahren nicht mehr gibt, verleiht der Antifa Macht. Macht über die Sprache, Macht über das Denken und Macht über die Menschen. Die Antifa lebt vom Dritten Reich wie die Fliege vom Kot; ohne diese Nahrung müßten ihre Mitglieder verhungern. Sie stünden als die eitlen Pharisäer da, die sich vor laufender Kamera damit brüsten, nicht so zu sein wie dieser Zöllner.«

Dr. Konrad Adam in der JF

(Der Publizist Adam ist einer der wenigen klugen Köpfe des deutschen Journalismus.)

 

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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