Das grüne Wunder: Unser Wald

20. Januar 2014

 

Spektakuläre Aufnahmen von atemberaubender Schönheit: Der Film »Das grüne Wunder: Unser Wald« von Jan Haft zeigt den europäischen Wald, wie ihn wohl auch Naturfreunde bisher kaum gesehen haben. Auch für Kinder, die alt genug sind, mit den Dramen um Leben und Tod im Wald umzugehen, ist der Film zu empfehlen. Er bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, thematisch einzuhaken und nebenher im Gespräch geistliche Grundwahrheiten zu vermitteln. Bis auf den unvermeidlichen Kotau vor dem Evolutionismus — die »Jahrmillionen«, die unbedingt in einen Nebensatz gepreßt werden mußten — und die etwas volkspädagogisch geratenen Schlußminuten ist der Film über weite Strecken ideologiefrei. Im Moment ist er — vermutlich nur für wenige Tage — in der ARD-Mediathek zu sehen.

 

Citat(e) des Tages LXXIV

20. November 2013

 

 

So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß in noch viel höherem Maße der völkische Staat dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen … .

Adolf Hitler, »Mein Kampf«, München 1943

 

Mit der Schulpflicht haben die Eltern hinzunehmen, dass der Staat als Bildungs- und Erziehungsträger im Umfang des schulischen Wirkungsfeldes an ihre Stelle tritt, womit ihre Möglichkeit, unmittelbar in eigener Person pädagogisch auf ihre Kinder einzuwirken, auf den außerschulischen Bereich beschränkt wird. Für die Ausfüllung seiner Rolle ist der Staat darauf angewiesen, das Bildungs- und Erziehungsprogramm für die Schule grundsätzlich unabhängig von den Wünschen der beteiligten Schüler und ihrer Eltern anhand eigener inhaltlicher Vorstellungen bestimmen zu können.

Bundesverwaltungsgericht Leipzig, 6. Senat, Urteilsbegründung,

Neumann et al., 11. 9. 2013

 

Ist es legitim, diese beiden Citate nebeneinanderzustellen, so, wie dies ein aufmerksamer Leser in einer Zuschrift getan hat, und damit die honorigen Leipziger Richter in einem Atemzuge zu nennen mit einem weit weniger honorigen deutschen Diktator?

Man mag das polemisch nennen, man kann aber auch anerkennen, daß auf einen groben Klotz nun einmal ein grober Keil gehört. Und das, was das BVerwG hier vorgelegt hat, ist tatsächlich ein extrem dicker Klotz. Die Parallelen in Form, Inhalt und der Zielsetzung, den Eltern die Reste des Erziehungsrechtes zu entwinden und sie an den Staat zu übertragen, sind offensichtlich und derart erschreckend, daß es nicht nur legitim, sondern geradezu geboten erscheint, dies deutlich aufzuzeigen — einerseits um der verbreiteten allgemeinen Geschichtsvergessenheit entgegenzuwirken, andererseits aber auch mit Verweis auf das obenstehende Motto dieses Blogs (Eph. 5, 11).

Zahl des Tages VI

19. Oktober 2013 

 

 

2.000.000.000

 

Um fast zwei Milliarden Dollar unterschreiten die Steuereinnahmen des US-Bundeshaushaltes die Ausgaben — nicht jährlich, sondern täglich! Der Schuldenstand des Bundeshaushaltes (ohne die Haushalte der Bundesstaaten und Städte) betrug zuletzt 17.075.590.000.000 $ — über siebzehn Billionen Dollar.

 

 

 

»Unkontrollierte Menschenversuche« vs. Hausunterricht: Ein Nachtrag

15. Oktober 2013

 

Anläßlich der Rückkehr der Wunderlich-Kinder zu ihren Eltern hatte ich versprochen, noch einen detaillierteren Bericht nachzureichen, was  ich nun endlich auch tun will. Familie Wunderlich schreibt:

Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung, die uns in den vergangenen 3½ Wochen entgegengebracht wurde, sei es durch anteilnehmende e-Mails, praktische Unterstützung vielfältiger Art und natürlich Gebet.

Wenn Jahwe nicht für uns gewesen wäre — so sage Israel — wenn Jahwe nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten, so hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte (Psalm 124, 1 — 3).

Was wir uns schon am ersten Tag der Inobhutnahme dachten, und was dann am Tag der Gerichtsverhandlung offenbar wurde, war, daß das Jugendamt schon lange diese Inobhutnahme geplant hatte (seit Juni), und daß die Kinder für ein Jahr von der Familie getrennt werden sollten. Es ging hier um nachhaltige Familienzerstörung (»basale Neuorientierung«) und nur nebenbei um Durchsetzung der Schulpflicht. Diese wurde lediglich als Aufhänger für die offizielle Darstellung gewählt. Doch Jahwe war »für uns«, so daß sie uns nicht »lebendig verschlingen« konnten. Auch der Verlauf der Gerichtsverhandlung war deutlich vom Eingreifen Jahwes bestimmt.

Citat des Tages LXXIII

12. Oktober 2013

 

Wenn es überhaupt noch ein Lebensmodell gibt, das unserer gegenwärtigen Führungsschicht echte Angst einjagt, dann ist das die wirtschaftlich unabhängige, gebildete, kinderreiche, christlich orientierte Großfamilie, die ihre Kinder selbst erzieht und sich in keiner Weise von Staat und Medien hineinreden und bevormunden läßt. 

Jörg Schönbohm, Generalleutnant a. D.

 

 

Bernhard Lassahn · Frau ohne Welt — Der Krieg gegen den Mann

5. Oktober 2013

 

Bernhard Lassahn
Frau ohne Welt: Trilogie zur Rettung der Liebe · Teil 1: Der Krieg gegen den Mann
176 Seiten
Manuscriptum Waltrop 2013
€ 14,90
ISBN 978-3937801803

Bekanntgeworden ist Bernhard Lassahn wohl hauptsächlich als Autor der Käpt’n-Blaubär-Geschichten. Bei Manuscriptum ist nun der erste Band von »Frau ohne Welt: Trilogie zur Rettung der Liebe« mit dem Titel »Der Krieg gegen den Mann« erschienen. Auf den zweiten Blick erscheint es denn auch ganz plausibel, daß ein Kinderbuchautor zur Feminismuskritik findet. Schließlich, so zeigt Lassahn anschaulich, ist der Feminismus keine konstruktive Einrichtung, die das Wohl der Frau fördert, sondern eine destruktive Ideologie, die  ein harmonisches, auf gegenseitige Ergänzung ausgerichtetes Miteinander der Geschlechter unmöglich macht. Lassahn diagnostiziert einen Geschlechterkrieg, in dem es nur Verlierer geben kann: Männer und Frauen werden beschädigt und entwurzelt, und natürlich sind eben auch die Kinder als »Kollateralschäden« der Kampfhandlungen die Leidtragenden — sofern sie überhaupt noch geboren werden. Denn Mutterschaft gilt dem klassischen Feminismus immer noch als Element patriarchalischer Frauenunterdrückung, als wichtigstes Hindernis unbeschränkter Selbstverwirklichung.

Citat des Tages LXXII

27. September 2013

 

»Der billige, der nachgeholte Widerstand gegen ein Regime, das es seit 70 Jahren nicht mehr gibt, verleiht der Antifa Macht. Macht über die Sprache, Macht über das Denken und Macht über die Menschen. Die Antifa lebt vom Dritten Reich wie die Fliege vom Kot; ohne diese Nahrung müßten ihre Mitglieder verhungern. Sie stünden als die eitlen Pharisäer da, die sich vor laufender Kamera damit brüsten, nicht so zu sein wie dieser Zöllner.«

Dr. Konrad Adam in der JF

(Der Publizist Adam ist einer der wenigen klugen Köpfe des deutschen Journalismus.)

 

 

Eilmeldung

19. September 2013

 

Die Kinder der Familie Wunderlich sind nach drei Wochen in Fremdbetreuung wieder bei ihren Eltern. Dies ist heute am Familiengericht Darmstadt in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen worden. Freilich werden sie künftig eine öffentliche Schule besuchen müssen, um den Eltern nicht wieder weggenommen zu werden.

Das Jugendamt wollte auf Zeit spielen und hatte vor Gericht einen Beschluß angestrebt, die Kinder mindestens ein halbes Jahr von ihren Eltern fernzuhalten. Danach hätte es, wie dies regelmäßig in vergleichbaren Fällen geschieht, argumentieren können, daß eine Rückkehr der Kinder in die Familie dem Kindeswohl zuwiderliefe, weil sie sich inzwischen in der Fremdbetreuung eingewöhnt und sozial integriert hätten. Diesem Ansinnen ist das Gericht nicht gefolgt.

Donnerstag: Demonstration in Darmstadt

17. September 2013

 

Am Donnerstag, dem 19. September, soll um 13.30 Uhr beim Familiengericht Darmstadt ein erster Anhörungstermin zur »Inobhutnahme« der Kinder der Familie Wunderlich stattfinden. Unterstützer der Familie haben von 13 bis 17 Uhr eine Demonstration vor dem Gericht am Mathildenplatz 15 angemeldet. Familie Wunderlich freut sich über alle Unterstützer, die sich einfinden können. Ob die Verhandlung öffentlich oder nichtöffentlich sein wird, ist noch nicht bekannt.

Familienrichter Malkmus hat einstweilen angeordnet, daß »im Hinblick auf angekündigte Demonstrationen und hierbei nicht auszuschließende Tumulte« Polizeibeamte im Gericht bewaffnet sein dürfen. Dies mutet zwar etwas befremdlich an, da christliche Demonstranten in Deutschland bisher noch nie durch Tumulte oder sonstige Gewalttätigkeiten aufgefallen sind, aber trotzdem bittet Familie Wunderlich ausdrücklich um ausschließlich ruhige und besonnene Präsenz.

Zum Termin wird es genau drei Wochen her sein, daß die vier Kinder aus der Familie deportiert wurden. Für ihre Unterbringung werden bis dahin schon Kosten von 13.829,20 € aufgelaufen sein. Das Jugendamt veranschlagt monatlich 19.756 €, also 658,53 € täglich, für die zunächst der Steuerzahler haftet, die das Jugendamt aber versucht, von der Familie beizutreiben.

Die neun Gebote

16. September 2013

 

Da bekomme ich doch am Wochenende — es ist Wahlkampf — in der Innenstadt das »Deutschlandmagazin« der »Deutschen Konservativen e.V.« in die Hand gedrückt, das hinten auf der letzten Umschlagseite die Zehn Gebote zeigt. Die Gebote finden sich gleich doppelt: Einmal als bloßer Text, zum zweiten ist die Abbildung eines Gemäldes mit der Unterschrift »Moses und die Gesetzes-Tafel« zu sehen, das einen Bärtigen in barocker Kostümierung zeigt, der eine Tafel mit dem Text der Gebote hält.

Freilich hat der Redakteur sich nicht die Mühe gemacht, beide Texte zu vergleichen. Auf der Tafel im Gemälde ist nämlich der vollständige Text zu finden, wie er auch in der Bibel steht, daneben aber die um ein Gebot gekürzte Fälschung aus dem katholischen Katechismus (wie sie übrigens auch genauso von Luther für seinen Katechismus übernommen wurde). Nun ja, Ihr kennt ja sicher alle den alten Kinderreim:

Zehn Gebote Gottes sollten unser Herz erfreu’n,
Rom hat das zweite einkassiert, da waren’s nur noch neun …

Rückblick 1. Lesertreffen

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